Hochenergie- Astrophysik
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Aktuelles und Ergebnisse
Photo: Eine neu gefundene Population von stark absorbierten Kernen aktiver Glaxien (orangene Kurve)
macht den grösten Beitrag zur kosmischen Hintergrundstahlung (hellblau Kurve). Beide haben ein
ähnliches Spektrum, und ihr Maximum an derselben Energie. Als Summe mit den schon bekannten
Beiträgen der weniger absorbierten Galaxien können sie den Hintergrund vollständig
erklären.
Bild: NASA/Goddard Space Flight Center
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Swift-BAT Durchmusterung findet die fehlenden aktiven Galaxien
Forscher des MPE und des Kavli Institute for Particle Astrophysics and Cosmology am SLAC (Kalifornien) haben
experimentell bestätigt, dass ein grosser Teil der massereichen Schwarzen Löcher im lokalen Universum
sehr stark durch Gas und Staub absorbiert sind, und deshalb von der Erde aus schwer zu finden sind.
Die neue Analyse, angeführt von Davide Burlon, Doktorand am MPE, wird einen signifikanten Beitrag zum
Verständnis des Röntgenhintergrundes leisten. Unter Benutzung der Daten des Swift-BAT Instruments
haben die Forscher die vermuteten Hauptquellen des Röntgenhintergrundes gesucht, und genauer untersucht:
Galaxien mit massereichen Schwarzen Löchern in ihren Zentren. Gas fliesst spiralförmig auf die
Schwarzen Löcher, und strahlt dabei viel Röntgenlicht aus. Diese hellen zentralen Röntgenquellen
sind als 'Lerne aktiver Galaxien' bekannt, abgekürzt 'AGN' nach dem englischen Namen 'Active Galactic Nuclei'.
Nur ein kleiner Teil der Röntgenstrahlung dieser extrem absorbierten AGN erreicht die Erde, sodass diese Objekte
nicht so einfach in den Swift-BAT Daten sichtbar sind. Burlon und seine Kollegen untersuchten ein vollständiges Sample
von Röntgenquellen im lokalen Universum (mit einem Abstand bis zu 326 Millionen Lichtjahren) und suchten
nach bisher unbekannten stark absorbierten AGN. Sie kombinierten dafür alle Archivdaten von 3 Jahren Swift-BAT
Himmelsdurchmusterung. Schliesslich gelang ihnen Nachweis, dass 20 bis 30 Prozent aller AGN im lokalen Universum
extrem absorbiert sind. Dieses Resultat ist konsistent mit der vorherrschenden Theorie fü diese Objektklasse.
Viele Wissenschaftler haben seit langer Zeit nach diesen Objekten gesucht - nun scheint das Rätsel gelöst.
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NASA Pressemitteilung ]
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SLAC Pressemitteilung ]
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(25. Januar 2011)
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Bild: Der "La Calabria nel Mondo"-Preis wird Sandra Savaglio am 12. Oktober 2010 von Antonio
Catricalà überreicht, dem Präsidenten der unabhängigen Organisation AGCM.
Copyright: Andrea Cenni
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MPE-Wissenschaftlerin Sandra Savaglio mit dem "Kalabrien in der Welt"-Preis ausgezeichnet
Im Oktober erhielt
Sandra Savaglio,
Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik den internationalen "La Calabria nel Mondo"-Preis. Die italienische Organisation C3 International
("Centro Culturale Calabrese") würdige damit Savaglios internationale Ergebnisse in der Astrophysik.
Die feierliche Preisverleihung fand im "Campidoglio"-Rathaus in Rom statt.
Jedes Jahr zeichnet C3 International herausragende Persönlichkeiten aus Kalabrien aus, die erfolgreich
in Wissenschaft, Kultur, Sport und Journalismus arbeiten und Kalabrien und seine Werte auf der ganzen
Welt vertreten. Zu früheren Preisträgern zählen Renato Dulbecco, Nobelpreisträger
für Medizin 1975, Leon Panetta, Direktor der CIA, Santo Versace vom Modehaus Versace, und José Serra,
Präsidentschaftskandidat in Brasilien 2002.
Neben Savaglio erhielten dieses Jahr 14 weitere Personen die Auszeichnung. Unter den Anwesenden waren
auch die Schauspielerin Jo Champa, ein ehemaliges Model für Gianni Versace und Schauspielerin (zuletzt
im Film "Somewhere", der den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig gewann), und der
Minister für kulturelles Erbe Sandro Bondi.
Nach einem Design des bekannten Künstlers Gerardo Sacco, zeigt der diesjährige Preis eine Szene aus
einem der ältesten Manuskripte der Evangelien. Der "Codex purpureus Rossanensis" aus dem 6. Jahrhundert
ist im Diözesanmuseum der kalabrischen Stadt Rossano ausgestellt.
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(21. Dezember 2010)
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Staub in der Umgebung eines Gammastrahlenausbruchs schwächt die Strahlung ab und verfärbt sie, bevor sie
den Beobachter erreicht.
Bild: MPE / J. Greiner
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Neues Licht auf dunkle Gammastrahlenausbrüche
Gammastrahlenausbrüche gehören zu den energiereichsten Phänomenen im Universum. Doch im sichtbaren
Licht betrachtet verursachen einige dieser gigantischen Explosionen nur ein erstaunlich schwaches
Glimmen. Nun haben Astronomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer
Institute herausgefunden, dass für diese so genannten "dunklen" Gammastrahlenausbrüche keine
exotischen Erklärungsansätze nötig sind: Im Rahmen der bisher umfangreichsten Studie solcher
Ereignisse, durchgeführt mit dem GROND-Instrument am MPG/ESO 2,2 Meter-Teleskop auf La Silla
in Chile, gelang es, die Lichtschwäche der dunklen Gammastrahlenausbrüche durch eine Kombination
verschiedener Faktoren zu erklären. Den größten Einfluss übt dabei Staub zwischen der Erde und
dem Explosionsort aus.
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(16. Dezember 2010)
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Häufigkeitsänderung von 26Al in einer Gruppe von Sternen.
Bilder:R. Voss..
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INTEGRAL enthüllt die turbulente Vergangenheit der Milchstraße in Sonnennähe
Mit neuen Gammastrahlen-Beobachtungen des INTEGRAL-Observatoriums der ESA erkannten Astronomen
vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen, dass massereiche Sterne
noch vor wenigen Millionen Jahren unsere kosmische Nachbarschaft mit schweren Elementen anreicherten. Die
Wissenschaftler nutzten dabei den radioaktiven Zerfall eines Aluminiumisotops, das im letzten Abschnitt
der Sternentwicklung produziert wird, um das Alter der Sterne in der Scorpius-Centaurus Assoziation zu
bestimmen. Auch Sco-Cen genannt, ist dies die nächstgelegene Sternassoziation zur Sonne.
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(30. November 2010)
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Eine riesige Gammastrahlenstruktur wurde bei einer erneuten Analyse der Fermidaten bei Energien
von 1 bis 10 Milliarden Elektronvolt entdeckt.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT/D. Finkbeiner et al..
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Fermi-Teleskop findet riesige "Gamma-Blasen" in der Milchstraße
Wissenschaftler haben eine bisher unbekannte Struktur in der Milchstraße gefunden, als sie öffentlich
zugängliche Daten des "Large Area Telescope" (LAT) von Fermi bearbeiteten. Das LAT hat die höchste
Empfindlichkeit und die beste räumliche Auflösung von allen bisherigen Gammastrahlendetektoren; das
MPE ist an der wissenschaftlichen Auswertung der LAT-Daten beteiligt. Die nun neu entdeckte Struktur
erstreckt sich über 50.000 Lichtjahre und könnte der Überrest einer Eruption vom riesigen Schwarzen
Loch im Zentrum unserer Galaxis sein. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesen Ergebnissen
erscheint in Kürze im Astrophysical Journal.
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(18. November 2010)
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MPE Meilenstein
Yasuo Tanaka
Bild: MPE (D. Grupe)
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Tanaka als "Person kultureller Verdienste" ausgezeichnet
Eine sehr hohe japanische Auszeichnung geht dieses Jahr an Dr. Yasuo Tanaka, wissenschaftliches
Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, sowie 16 weitere ausgewählte
Personen. Der Astrophysiker ist nicht nur ein angesehenes Mitglied der internationalen
Wissenschaftlergemeinde, er fördert auch aktiv den wissenschaftlichen Austausch zwischen
Japan und anderen Ländern.
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(2. November 2010)
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Cluster Promotionspreis für MPE-Doktorand Thomas Krühler
Dr. Thomas Krühler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik stellte während
der "Universe Cluster Science Week", 11.-14. Oktober, seine preisgekrönte Arbeit über
"Erweiterte photometrische Studien von Gammastrahlenausbrüchen" vor. Der Exzellenzcluster
Universe verleiht zum dritten Mal den "Universe Award" für herausragende experimentelle und
theoretische Dissertationen in Astro-, Kern- und Teilchenphysik.
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(11. Oktober 2010)
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Nova Cygni 2010 (V407 Cyg) in der Mitte des Bildes.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration
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Neuigkeiten von einer Nova: Gamma-Strahlen
Zum ersten Mal konnten Astronomen das Gamma-Strahlungssignal einer Nova nachweisen, was sowohl die Beobachter
als auch Theoretiker überraschte. Diese Beobachtung mit dem Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA
widerlegt die gängige Annahme, dass Nova-Explosionen nicht genügend Energie produzieren um eine derart
energiereiche Strahlung auszusenden.
Gammastrahlen sind die energiereichste Form von Licht und das Large Area Telescope (LAT) von Fermi beobachtete
die Nova 15 Tage lang. Die Wissenschaftler glauben, dass die Emissionen entstanden, als sich eine sehr
schnelle Stoßwelle von der Explosion ausbreitete. Details der Entdeckung beschreiben die Wissenschaftler
im Magazin Science, in der Ausgabe vom 13. August 2010.
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(18. August 2010)
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NGC 2207
Image: ESO
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Kollisionen knipsen Schwarze Löcher an
Im Herzen der meisten Galaxien sitzt ein massereiches Schwarzes Loch. Auch unsere Milchstraße
birgt ein solches exotisches Objekt, das sich allerdings recht ruhig verhält - im Gegensatz zu
den schwergewichtigen Massemonstern in anderen Galaxien. Forscher des Max-Planck-Instituts für
extraterrestrische Physik in Garching und anderer Institutionen haben jetzt 199 dieser Sternsysteme
beobachtet und herausgefunden, warum die Schwarzen Löcher in deren Zentren so aktiv sind: Offenbar
wurden sie bei Verschmelzungen von großen Galaxien vor rund 700 Millionen Jahren "eingeschaltet".
(The Astrophysical Journal, im Druck)
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(15. Juni 2010)
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MPE Meilenstein
Kirpal Nandra
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Kirpal Nandra wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Die Riege der Direktoren am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik (MPE) ist wieder vollzählig: Kirpal Nandra wird neuer Direktor und
Leiter der Hochenergie-Gruppe. Seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Röntgenastronomie
stellt eine ideale Ergänzung der beiden anderen astrophysikalischen Gruppen am Institut dar,
die unter anderem Sternentstehung, Galaxien und die großräumige Struktur im Universum mit Methoden
der optischen, Infrarot- und Sub-Millimeterastronomie erforschen.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
Bild: MPE
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(10. Juni 2010)
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Bild: ESA/XMM-Newton
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Aus Alt mach Neu: Erster Einsatz des neuen Beobachtungsmodus am
Weltraumteleskop XMM-Newton öffnet neue Perspektiven für das Studium von Galaxienhaufen
In einer Durchmusterung des Himmels mit dem Röntgen-Satellitenobservatorium XMM-Newton haben Wissenschaftler
vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen zwei Galaxienhaufen entdeckt,
die gleichzeitig auch durch ihren Effekt auf die kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung mit dem
South-Pole-Teleskop gefunden wurden. Die Entdeckung mit XMM-Newton wurde erst möglich durch die
Einführung des neuen Mosaik-Beobachtungsmodus, der effizient große Bereiche des Himmels in kurzer
Zeit abdecken kann. Damit öffnet sich ein neues Beobachtungsfenster für Galaxienhaufen, da ähnliche
Beobachtungen in anderen Wellenlängen nun mit derartigen Himmelsdurchmusterungen im Röntgenbereich
kombiniert werden können.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(31. Mai 2010)
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In diesem Falschfarbenbild deuten Pfeile auf Galaxien, die sich wahrscheinlich in gleicher Entfernung
befinden. Die Kombination der Röntgendaten und massereichen Galaxien beweist, dass es
sich um einen gravitativ gebundenen Haufen handelt.
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Galaxienhaufen verrät sich durch unsichtbares Licht
10 Mai 2010 - Ein internationales Astronomenteam aus Deutschland und Japan hat einen Galaxienhaufen aus
den Anfängen des Universums entdeckt: die gemessene Entfernung von 9,6 Milliarden Lichtjahren ist
die größte, bei der je ein Galaxienhaufen gefunden wurde. Die Beobachtungen im Infrarot- und
Röntgenlicht zeigten, dass der Haufen hauptsächlich aus alten, massereichen Galaxien besteht,
die sich in den frühen Phasen des Universums gebildet haben. Zusammen mit Ähnllichen Beobachtungen
erhalten die Astronomen so nicht nur Informationen frühe Galaxienentwicklung, sondern auch über
die Anfänge des Universums insgesamt.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(10. Mai 2010)
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MPE Meilenstein

Bild: S. Giodini, A. Finoguenov/MPE
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Schwarze Löcher - die Gasbläser des Universums
Viele große Galaxien beherbergen in ihren Zentren superschwere Schwarze Löcher mit der Masse von vielen
Millionen Sternen. Wegen seiner unvorstellbar großen Anziehungskraft verschlingt ein Schwarzes Loch die
umgebende Materie. Diese kosmische "Mahlzeit" setzt große Energiemengen frei, die in gewaltigen Strahlen -
den Jets - ausgestoßen werden. Jetzt haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik
gezeigt, dass dabei nicht nur Materie aus den Galaxien selbst herausgeschleudert wird, sondern sogar ein
Teil des Gases zwischen den Mitgliedern einer Galaxiengruppe.
(Astrophysical Journal, 1. Mai 2010)
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(30. April 2010)
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HM Cancri
Bild: Rob Haynes, Louisiana State University
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Extremer Doppelstern mit nur 5 min Umlaufbahn
Schneller geht`s kaum: Zwei Sonnen umlaufen einander in nur fünfeinhalb Minuten. Damit ist HM Cancri
das Doppelsternsystem mit der kürzesten bekannten Umlaufperiode - und gleichzeitig auch das kleinste.
Seine Größe entspricht in etwa einem Viertel der Entfernung zwischen Erde und Mond, also rund 100.000
Kilometern. Herausgefunden haben das Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik und anderen Institutionen.
Originalveröffentlichung
ApJ 711, L138-L142 (2010); (in englischer Sprache)
MPG Pressemitteilung
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(9. März 2010)
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XMM-Newton Satellit

MPE Wissenschaftler diskutieren XMM Daten
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10 Jahre XMM-Newton
Das MPE war an diesem Satelliten während der Entwicklung und den Test der Teleskope maßgeblich
beteiligt, stellt die EPIC-pn Kamera und betreibt das "Survey Science Center".
Das wissenschaftliches Ziel von XMM-Newton ist die Abbildung kosmischer Röntgenquellen mit moderater
räumlicher Auflösung aber höchst empfindlicher Spektroskopie. Dazu werden drei hochgeschachtelte Wolter-Teleskope
benutzt, in deren Foki Röntgen-CCD-Kameras eingesetzt werden. Zwei der Teleskope tragen in ihrem Strahlengang
ein Arrangement von Reflexionsgittern, mit denen das spektrale Auflösungsvermögen bis auf 1.000 gesteigert
werden kann. Mit einem kleinen optischen/UV Teleskop können die Röntgenquellen gleichzeitig identifiziert
werden.
Zum 10-jährigen Jubliäum von XMM-Newton widmete EuroNews dem Röntgensatelliten einen Beitrag in seiner
Sendung "space", der in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und dem MPE entstand.
Weiterführende Verweise:
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(17. Februar 2010)
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Der Quasar J004457+4123 (eingekreistes Objekt auf dem Bild oben links) erscheint als ein schwaches Lichtpünktchen,
das auf den Himmelsaufnahmen nicht von der riesigen Anzahl der Sterne der Andromedagalaxie (rechts) zu unterscheiden
ist.
Quelle: TLS Tautenburg
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Spektakulärer Helligkeitsausbruch eines weit entfernten Quasars
Mit neuen Beobachtungsdaten konnte eine internationale Forschergruppe vom
MPE, der Landessternwarte Tautenburg und anderen nun bestätigen, dass ein
1992 als so-genannte Nova in unserer Nachbargalaxie Andromeda beobachtetes
Objekt in Wirklichkeit der spektakuläre Helligkeitsausbruch eines weit
entfernten Quasars war. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Größe und
Form der Helligkeitsänderung bietet ein massereicher Stern, der dem
gigantischen Schwarzen Loch im Zentrum der weit entfernten Galaxie zu nahe
kam, wo er von den Gezeitenkräften zerrissen wurde.
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(11. Februar 2010)
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Röntgenemission im COSMOS Feld.
Bild: ESA
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XMM-Newton spürt Dunkle Materie auf
Durch Beobachtungen von schwachen, entfernten Galaxiengruppen, die mit dem XMM-Newton-Observatorium
der Europäischen Raumfahrtagentur ESA durchgeführt wurden, konnte die Entwicklung der räumlichen
Verteilung dunkler Materie weiter untersucht werden. Die Ergebnisse der Studie, an der Wissenschaftler
des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, wurden kürzlich
im renommierten Astrophysical Journal veröffentlicht.
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(25. Januar 2010)
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(5. November 2009)
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MPE Meilenstein
(18. Juli 2009)
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Bild: Rochester Institute of Technology
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Lebende Fossilien einer vergangenen Epoche
Sternhaufen belegen Verstoß eines schwarzen Lochs aus Muttergalaxie
Wenn bei der Verschmelzung zweier Galaxien auch die supermassereichen
schwarzen Löcher in ihren Zentren verschmelzen, entsteht ein
Rückstoß, der das dabei entstehende schwarze Loch aus der Galaxie
herauskatapultieren kann. Wie Wissenschaftler von Rochester Institute of Technology
(RIT), MPE und Johns Hopkins Universität jetzt entdeckten, weist der an ein
solches schwarzes Loch gebundene Sternhaufen besondere Eigenschaften auf und
eröffnet damit einen neuen Weg, den Vorgang im Detail zu untersuchen. Die
Sterne rund um verstoßene schwarze Löcher fallen insbesondere
dadurch auf, dass sie sich sehr schnell bewegen. Als eine Art lebender Fossilien
einer vergangenen Epoche helfen sie den Wissenschaftlern, Licht in die turbulente
Vergangenheit verschmelzender Galaxien in nahen Galaxienhaufen zu bringen.
Verweise:
RIT Pressemitteilung (in englischer Sprache)
Original Veröffentlichung
Kontakt:
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(10. Juli 2009)
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In diesem Bild ist das rote Objekt das Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs,
der nur bei grösseren Wellenlängen (Infrarot) sichtbar ist.
Bild: GROND/MPE
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Neuer Entfernungsrekord Gammastrahlenausbruch 090423 am Rande des Universums
Nur 15 Stunden nach der Entdeckungsmeldung des NASA Satelliten Swift über einen
Gammastrahlenausbruch am 23. April beobachtete diesen ein Astronomenteam vom MPE. Mit dem
am MPE gebauten Instrument
GROND, das am MPI/ESO Teleskop auf La Silla Observatorium (Chile)
motiert ist, wurde das Nachleuchten gleichzeitig in sieben Spektralbereichen (g'r'i'z'JHK)
untersucht. Die Ergebnisse ermöglichten der Gruppe um Jochen Greiner sehr rasch eine
Rotverschiebung der Quelle von etwa z = 8 zu berechnen, die sie als das bisher am
weitesten entfernteste Objekt am Himmel auswies.
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(28. April 2009)
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ROSAT Falschfarbenbild des Galaxienhaufens A3571. Die variable
Röngenquelle ist durch einen Pfeil markiert.
Bild: MPE
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Hinweis auf eine Sternzerstörung durch Gezeitenkräfte im
Zentrum des Galaxienhaufens Abell 3571
Die Autoren der Veröffentlichung, davon mehrere vom MPE, entdeckten in den
Daten des ROSAT Satelliten zufällig eine Röntgenquelle in dem
Galaxienhaufen Abell 3571, die in ihrer Helligkeit über einen Zeitraum
von 13 Jahren stetig abnahm. Solch eine Beobachtung ist konsistent mit der
Zerstörung eines Sterns durch ein Schwarzes Loch mit 107
Sonnenmassen. Da das Schwarze Loch nur wenig Masse verschlingt, muss es sich
um eine teilweise oder explosive Zerstörung eines Sterns handeln.
Diese Veröffentlichung wurde von den Herausgebern der Fachzeitschrift
Astronomy & Astrophysics als
A&A Highlight eingestuft. Die
Herausgeber wollen mit diesen Highlights die Aufmerksamkeit der Leser auf
Veröffentlichungen in der aktuellen Ausgabe lenken, die sie für
besonders wichtig oder interessant auch für Leser aus anderen Fachgebieten
halten.
Verweise:
Originalveröffentlichung in
Astron. & Astrophys. 495, 523-535 (2009) (in englischer Sprache)
Kontakt:
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(02. März 2009)
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31.7 Stunden nach dem Anfang des Gammastrahlen-
ausbruchs GRB 080916C, wurde das Abklingen des Ausbruchs mit dem
Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector (GROND) beobachtet.
Bild: MPE / GROND
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Extremster bisher beobachteter Gammastrahlenausbruch mit dem
NASA Satelliten Fermi gemessen
Der erste Gammastrahlenausbruch der von dem NASA Satelliten Fermi
Gamma-ray Space Telescope mit deutlicher Emission im GeV Bereich
beobachter wurde, ist auch in anderer Hinsicht bedeutend. Kein
Ausbruch davor war so energiereich, zeigte so grosse Geschwindigkeiten
des abgestossenen Materials und emittierte zu Begin so hochenergetische
Strahlung.
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(19. Februar 2009)
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Letzte Änderung: 2011-01-25 durch
H. Steinle
Ansprechpartner:
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