Weltraum- plasmaphysik
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(z.T. externe Verweise)
ACE /
SEPICA
CLUSTER
EQUATOR-S
FAST /
TEAMS
SAMPEX / HILT
SOHO /
CELIAS
STEREO / PLASTIC
Impressum
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Forschungsbereiche
Physik der Magnetosphäre
Im Vordergrund der Aktivitäten zur Plasmaphysik im erdnahen Weltraum
steht die Mission
CLUSTER.
Sie bildet, zusammen mit SOHO, den ersten "Cornerstone" des
wissenschaftlichen Programms "Horizon 2000" der ESA. Die wichtigste Aufgabe
von CLUSTER ist die Untersuchung von Prozessen an Plasma-Grenzschichten.
Mit insgesamt vier Satelliten mit identischer Instrumentierung, die in
einer variablen Tetraeder-Konfiguration fliegen, ist es zum ersten Mal
möglich, dreidimensionale Strukturen und deren zeitliche Variation zu
untersuchen und räumliche und zeitliche Variationen zu unterscheiden.
Nach dem Verlust der CLUSTER Mission durch den Fehlstart der ersten
Ariane 5 Rakete am 4.6.1996 wurde die Mission als CLUSTER-II mit
zwei Starts mit Sojuz Raketen im Juli und August 2000 wiederholt. Der
wissenschaftliche Betrieb wurde am 1.2.2001 aufgenommen und ist derzeit bis
Ende 2005 geplant.
Das MPE ist an zwei der 11 Messinstrumente jedes der 4 Satelliten
maßgeblich beteiligt: an dem Experiment
EDI (Electron Drift Instrument) zur
Bestimmung elektrischer Felder, und an dem Experiment
CIS (Cluster Ion Spectrometer) zur
Bestimmung der
Verteilungsfunktion der Ionen in einem Energiebereich von ~ 5 eV/e - 40
keV/e, wobei CIS es gestattet, die häufigsten Ionen im erdnahen Weltraum
(H+, H2+, He+, O+) zu
unterscheiden.
Sonne und Heliosphäre
Im Bereich Physik der Sonne und Heliosphäre beschäftigen wir uns
mit der Untersuchung von solaren Aktivitätsgebieten und mit
Beschleunigungsprozessen an Stosswellen im interplanetaren Raum, die zum
Beispiel durch koronale Massenauswürfe auf der Sonne erzeugt werden.
Die in-situ Messungen mit den Experimenten
CELIAS
an Bord der Mission
SOHO
(Solar and Heliospheric Observatory) und
SEPICA
(Solar Energetic Particle Ionic Charge Analyzer) an Bord von
ACE (Advanced
Composition Explorer)
erlauben die Bestimmung von Isotopen- Element- und Ladungshäufigkeiten
im solaren Wind und von suprathermischen Teilchen, die Aufschluss über
den Ort der Beschleunigung, sowie über Fraktionierungs- und
Beschleunigungsprozesse geben. Der polare Satellit
SAMPEX (Solar,
Anomalous and Magnetospheric Particle Explorer) hat in den letzten Jahren
wesentlich zum Verständnis der anomalen Komponente der kosmischen
Strahlung (ACR) und zur Bestimmung der Ladung von Ionen solaren Ursprungs
in einem weiten Energiebereich von ~ 0.5 - 70 MeV/Nukleon beigetragen.
Interplanetarer und interstellarer Staub, Kometen
Neben der Plasmaphysik gibt es noch Messungen der interplanetaren und
kometaren Staubkomponente, die mit den Missionen
STARDUST und
ROSETTA
geplant sind. Stardust wurde am 7.2.1997 gestartet und lieferte
bereits erste Ergebnisse. Rosetta wurde nach Verzögerungen
durch die Ariane 5 Rakete im März 2004 erfolgreich gestartet. Alle
Aktivitäten auf diesem Forschungsgebiet wurden im Jahre 2003 an das
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (
MPS) übergeben und
werden dort im Rahmen der Projektgruppe "Planets, Comets, Small Bodies in
the Solar System" weitergeführt.
Letzte Änderung: 2010-06-18 durch
H. Steinle
Ansprechpartner:
B. Klecker
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